Dienstag, 16. September 2008

Ohne Worte, ohne Reimcrime...

















was das Meer so alles anschwemmt....

Donnerstag, 11. September 2008

schaffe, schaffe...

Was soll ich sagen,
vorbei ist die Faulenzerei.
Rabotten muss ich ohne Klagen
Geld ranschaffe, heieiei.
Naja, was soll´s
die Kohle ist gut angelegt,
am Wochenende
wird scuba-mässig
schön durch´s Meer gefegt.

Jaja, ganz recht
nen Tauchkurs mach ich
nicht schlecht Herr Specht,
Australien mal von unne
dacht ich.

Die Fortsetzung gibt´s nächstes mal,
weil reimen issja auch hinundwiddanequal...
so long

Shortcuts, oder einfach zu wenig Zeit...

Nu sitz ich hier
und malträtier
mein Hirn mit üblem Softwarebrei
und wünsche mir
neben nem Bier
Euch Spassnasen herbei.

Mir ist recht fad,
das ist echt schad
dass der gemeine ITler an sich
leider wie Doro und Robbse ist nich (okay, hier holpert´s nen bissi),
sondern ein träger Kommunikationseinzeller
der zum Lachen geht inn Keller.

Doch will ich nicht klagen,
will Euch nur sagen:
Ihr fehlt mir sehr,
weil was braucht man mehr
als lustige Kollegen,
die manchmal schepps
und mit nem Schnäpps
durch's Bürogebäude fegen...

Nun ruft der Obermuffti
mich in seine Gruft(i) -
drum ist jetzt erstmal Schluss für heut
mit Reimgeläut
Doch heute ist nicht aller Tage
ich reime wieder,
keine Frage! :-)

Liebe Grüsse nach Berlin aus dem Kabuff-ohne-Fenster
Daniator Translator

Dienstag, 19. August 2008

Ab sofort zu Dritt, oder Master Ben und das Meer...

Ein weiteres geschmeidiges Kapitel ist gelebt in unserem glückfröhlichen Dasein ät si end of se wörld. Die lucky Bastards haben wieder zugeschlagen und Schlumpfhausen hat Zuwachs bekommen - ab sofortiges Schlumpfgefährt(e) ist ein Spassmobil der Extraklasse! Sein Name ist Master Ben (alias Mazda Van), klinisch bereits für tot erklärt, wurde er von Alf, einem rrrüstigen Rrrentner aus Oldenburg (wird hiermit zum Ehren-Papa Schlumpf ernannt!) nicht nur wiederbelebt, sondern mit astreinem Material regelrecht verschönheitsoperiert!

Ben hat die Jungfernfahrt (tu si oschen) mit Bravour bestanden - ist ne echte Komfortschleuder, perfekt ausgebaut mit allem Sipp und Sapp (Campingausrüstung, (NAGEL!)neue Matratze, Schubladen, Kühlschrank, Regale, 2. Batterie, äh, Gebetsteppich, bayerische Blümchengardinen...) und weil Alf wohl doch dolle arg an Ben hängt, mit seinem bayerischen Weib und dem ergrauten Ex-Model-Hundchen nicht ausgelastet ist oder einfach gern mal jemandem zum Wernesgründer-Trinken im Haus hat, gab´s einen Reparaturgutschein auf Lebenszeit gratis mit dazu, nur Material geht extra.... was sagt man dazu - Volltreffer würd ich sagen!!

hat die Welt je einen schöneren Schmollmund gesehen...?!




Ben ist religionslos, wurde aber aus Sicherheitsgründen mit geweihtem Bier getauft...


der Tag am Meer...


dat Meer macht wat her!




Ben´s Schlafzimmer...


Und damit wir dem Ben auch immer genug zu Trinken kaufen und ihn Gassi reiten können, habe ich meinem Lotterleben ein Ende gesetzt und murkse seit heute für eine Software-Firma in irgendwelchen HTML-files rum und übersetze sie in konsumentenorientierte deutsche Sprache. Natürlich sind das meistens irgendwelche Begriffe, die ich selber nur in Englisch kenne oder verwenden würde - aber hey, warum nicht gleich auch noch mein Deutsch verbessern? Und wenn die deutschen User (da, schon wieder eins!) mir gewogen sind und meinen IT-Tiefflieger-Brei verstehen, kann sich der Job potenziell zu dem bedeutungsschweren Titel "Marketing Manager Germany" verwachsen (naaaja, hier ist eigentlich jeder Manager, der nen Job hat, irgendwann gibt´s bestimmt auch Jobanzeigen für "waste bin manager"...)

Es lacht also gewaltig , die Hurrahormone feuern und es geht vorwärts, vorwärts, vorwärts!!

Nichtsdestotrotz hab ich jetzt erstmal Feierabend (ganz schönes Kopfwehpotenzial hat so´n IT-Job...) und mach mal eben nen Dampfmampfhaps. Peter schiebt heute Doppelschicht weil die irgendwelche teuren genverhunzten Mäuse ausschlachten müssen. Naja, bleibt mir schon mehr, hehe

So far und auf bald
Master Dan

Donnerstag, 7. August 2008

Woody Allen lebt!

Während andernorts die Leute in Open-Air-Kinos rumlümmeln und verträumt die Füsse in die Sonne strecken, haben wir hier mit mittelschweren nächtlichen Tsunamis zu kämpfen, die sich rücksichtslos ihren Weg aus einer detonierten Hauptleitung den Berg runter durch unschuldige Hintergärten bahnen. So viel Wasser wie letzte Nacht hat dieses Gras hier noch nie zuvor gesehn! Ein Glück, dass wir bis nachts um Vier feinstes Bier in den Hals gekippt uns haben, sonst hätte das keine Sau rechtzeitig mitgekriegt und wir wären jetzt atlantisgleich versunken! Und was lernen wir daraus? Jaa, so ein gepflegtes Bierchen am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen! Bei der Gelegenheit haben wir auch die sensationelle Entdeckung gemacht, dass Woody Allen gar nicht tot, sondern unser Nachbar ist! Er nennt sich heute Sandy (tse, diese Künstler) und denkt, das ihm so keiner auf die Schliche kommt. Trägt aber immer noch dieselbe Brille... ich hab Steven Spielberg noch nirgends entdeckt, aber das Ganze sieht mir sehr nach seiner Handschrift aus. Wahrscheinlich sieht man uns irgendwann als arme Irre im nächsten Indiana Jones oder in "die Begegnung der dritten Art - Teil 2" mit nassen Füssen durch ein dunkles, schaumendes Nass stapfen...

Naja, jetz is alles widda wech, nur das Geröll liecht noch schön im Garten rum, dideldum. Und die Herren von der Regierung waren auch schon da, um nachzusehn ob alles in buddä is auf unsrem kuddä. Bei den Nachbarsnachbars, also nicht beim Woody, hat sich das Wasser anscheinend heimtückisch UNTERM Haus durchgeschlichen. Naja, moin is ja widda Wochenende. Veranstalten ein beer+pizza-endstatione-o´clock bei uns daheim, dann können gleich alle mithelfen, den Garten wieder schön zu jäten, hehe.

Soo, nu richt ich mal ein Mahl für den Herrn Gemahl (ooh, ich Feierabendpoetin!), is schon wieder soweit.

mit lieben Grüssen und nassen Füssen
die Dani



Montag, 28. Juli 2008

Eilmeldung aus Australien´s wahnwitzigem Tierreich:

Hier leben Spinnen namens Golden Orb Spider, die so gross werden wie ein Kinderkopf (!!!!!) und goldene Netze spinnen, die so stark sind wie Kevlar (ja bin ich denn hier bei Rumpelstilzchen und den sieben Zwergen gelandet?!) Und was sagt der Aussie in seiner no-worries-Mantra-Mentalität dazu? "stellt für Menschen keine wirkliche Gefahr dar". Wie bitte??? dieses Monster kann einem doch mit einem einzigen Schnapp die Rübe abbeissen!!

Das einzig positive DARAN ist meiner Meinung nach, dass ich mich bei einer eventuellen Gegenüberstellung nicht mehr über meinen unzureichenden Kamerazoom ärgern müsste… Ansonsten halte ich von der Vorstellung derart grosser und märchenhafter Gestalten rein gar nichts und mir drängt sich langsam die Frage auf, ob es da irgendeinen Zusammenhang zu dieser geringen Einwohnerzahl gibt…

Immerhin SIEHT man so ein Vieh vermutlich, bevor man seinen Kopf in seinem Hals wieder findet. Andere sind da noch viel gerissener. Die Irukandji Jellyfish (Quallen) sind gerade mal 2 cm klein (gut, unter Wasser sieht ja alles grösser aus, gell) und ihr Stich kann ernsthafte Nebeneffekte verursachen, wie, äh, Tod zum Beispiel.

Mal ehrlich, wie soll man das denn im Meer von nem Verhüterli oder dem, was da für gewöhlich drin ist, unterscheiden??

Dann gibt es noch die dritte Kategorie von Todesboten, die auf den ersten Blick harmlos bis lecker aussehen und einem dann ohne Vorwarnung die pPautze aufschlitzen! Der sinnige Rat einer australischen Reisefibel lautet "if threatened, try to put something big between you and the cassowary, like a tree, a car, or your least favorite travel companion".... ist gespeichert!

Tja, damit wären wir auch schon bei dem einzigen Vorteil, den der australische Winter mit sich bringt: Schlangen und Spinnen verziehen sich während dieser Zeit schön wohin-auch-immer, jedenfalls hat man davor seine Ruhe. Aber ganz ehrlich, während Berlin sich mal wieder verschwenderische 32 Grad gönnt, popelt Canberra an der 10-Grad-Grenze herum und versinkt noch immer vor 18:00 Uhr in der Dunkelheit und ungefähr jeden zweiten Tag im Regen. Und schwupps, bevor man weiss was überhaupt los ist, befindet man sich im Regenwald - der laut Literatur eigentlich erst viel weiter nördlich anfängt... ich möchte mal wissen, wo die Sonne sich immer so lange rumtreibt. Dachte eigentlich, hier wär ihr Zuhause, aber wahrscheinlich ist sie parallel zu uns auch ausgewandert... die Locals meinen jedenfalls, dass die letzten 2 Monate hier die regnerischsten in der ganzen letzten Dekade waren (das kann kein Zufall sein, Murphy hat uns gefunden!) tse, verboten gehört sowas!




Freitag, 18. Juli 2008

australische Eigenheiten (idiosyncrasy in inglisch)...

der dritte monat ist angebrochen und es wird zeit, eine erste bilanz zu ziehen: australien ist eines der extremsten einwandererländer/-kontinente/ -inseln mit der vermutlich multikulturellsten geschichte weltweit. über 1/4 der bevölkerung ist nicht in australien geboren, der ganze rest hat ebenfalls nicht-australische vorfahren (abgesehen von den aboriginies, die stellen inzwischen aber nur noch einen traurigen anteil von 2%). die wenigsten leute, die wir kennen, sind waschechte australier (ein glück, dadurch versteht man sie schon besser - der aussie-slang ist durchaus vergleichbar mit ossi-slang, diskriminierend oder nicht, that´s the truth, da wird jeder vokal vergewaltigt und bis zur unkenntlichkeit vermurkst), sondern kommen aus frankreich, holland, japan, neuseeland, der schweiz und deutschland (was sonst), insgesamt aus über 140 ländern, um genau zu sein. noch nie einmal zuvor in meinem ganzen leben habe ich soviel internationalen input bekommen. ich hab z.b. aus erster hand gelernt, dass wir die orangeheit der karotten den holländern verdanken, die damals anno zopf per genmanipulation mit ihrem oranje die ganze welt unterwandert haben. absolut herrlich finde ich auch das anekdötchen von franzosen, die sich regional vor allem in der anzahl der küsse unterscheiden, die man sich bei der begrüssung links und rechts verpasst - extrem spannend also, wenn jemand aus einer 2-kuss-region auf jemanden aus einer 4-kuss-region trifft! dieser interkulturelle brei beeinflusst natürlich nicht nur mich, sondern das gesamte leben aller hier und über die zeit trifft man auf so einiges, bei dem man sich fragt: warum zum henker ist das eigentlich nicht weltweit genormt, verdammte axt?!

steckdosen und stecker zum beispiel - kann mir ein mensch erklären, wieso es im zeitalter der globalisierung und des interkontinentalen reise-nach-jerusalem-spielens in jedem land ein anderes stecker-steckdosen-system gibt?? wieviele adapter soll man sich denn in seinem leben bitte schön anschaffen? mal ganz abgesehen davon, dass adapter erstens extrem viel platz verschwenden (der stecker kommt somit insgesamt um 10 cm weiter aus der wand raus, voll geil, wenn man regale oder sonst was davor stellen wollte), sind sie sauteuer (spätestens wenn man eine palette mit elektrischen gerätschaften aus deutschland im haus verteilt) und obendrein auch noch hässlich. aber hey, will mich nicht beschweren - die amis haben´s da noch viel übler erwischt, die brauchen zum adapter nämlich noch einen stromumwandler, weil ihnen ihre geräte sonst direkt wegschmilzen. halleluja

bleiben wir beim haus: es gibt hier weder klingeln noch namensschilder und die haustüren haben auf beiden seiten eine klinke mit der sie logischerweise auch von aussen geöffnet werden können, wenn sie nicht gerade abgeschlossen sind - man geht wohl irgendwie davon aus, dass man schon weiss, bei wem man grade ungefragt ins haus eindringt und da man ja nicht klingeln kann, macht es auch sinn, dass man ganz leicht reinkommt, um nachzusehen, ob jemand daheim oder die alarmanlage scharf ist...

wie schon berichtet, dreht sich hier grundsätzlich alles andersrum: wasserhahn und -strudel, pfeffermühle, sonne und kreisverkehr (wobei hier trotzdem lechts vor rinks gilt, oder so). die meisten autos haben automatik-getriebe, wahrscheinlich weil die armen verwirrten einwanderer und touris mit dem linksverkehr eh schon überfordert sind und ein ziemlich wahnwitziges bild abgeben, wenn sie vor dem einsteigen das auto einmal komplett umrunden, nachdem sie festgestellt haben, dass da wo sie sonst immer eingestiegen sind, kein lenkrad ist. oder beim abbiegen auf die falsche spur ständig mit dem scheibenwischer blinken... aber man muss hier noch nicht mal selber auto fahren, um sich lächerlich zu machen - mich überfällt immer noch ein adrenalin-sonderkommando, wenn mir ein auto entgegen kommt, bei dem ein kind oder noch besser gar niemand auf der in mir verinnerlichten fahrerseite sitzt... ganz abgesehen davon, dass mein fahrrad und meine füsse sich strikt weigern, auf dem fahrrad- oder fussweg die linke seite zu nehmen, was regelmässig zu diesen endlosschleifen führt, bei denen zwei sich entgegenkommende gestalten bei dem versuch, sich auszuweichen, immer wieder zusammenrumpeln... wahrscheinlich hat man deshalb die helmpflicht eingeführt, was einen in diesem eh schon würdelosen moment auch noch wie ein playmobil-männchen aussehen lässt. auch sehr beliebt sind warnwesten in augenkrebs-neon-gelb, ganz nach dem motto "safety first, fashion worst" - aber ohne mich, kollegen, ich hab doch keinen bock als lord-helmchen oder leuchtturm durch mein neues leben zu wandeln! womit ich auch nicht ganz d`accord gehe ist die tatsache, dass bier teurer ist als wein (der allerdings auch recht teuer ist, und wenn man´s recht bedenkt ist eigentlich alles was spass macht ziemlich teuer - aber hey, who cares). ist vielleicht auch mit ein grund dafür, dass die pubs teilweise schon um 10 pm zu machen, dafür haben die shops bis mitternacht auf (spricht definitiv für homedrinking). Im allgemeinen ist die preisgestaltung manchmal mehr als merkwürdig. da wo ich herkomme, kennt man zum beispiel das, für mich recht logische, system des mengenrabatts. die australier aber, verlangen gerne auch mal für eine packung mit 100 stück mehr als das doppelte als für eine packung mit 50 stück. wer um alles in der welt ist denn so blöd und nimmt dann noch die 100 stück??? das prinzip des "wir machen´s andersrum, koste es was es wolle" kennt anscheinend keine grenzen. klopapier kostet z.b. fast so viel wie ein stück fleisch (und wischt dafür auch noch vergleichsweise schlecht - nicht dass ich das ausprobiert hätte, aber ich kann mir vorstellen, dass ein minutensteak bessere dienste leisten und nicht so fusseln würde...!) überhaupt, FUSSEL sind hier auch ganz arg präsent - australien staubt ohne ende und wird, glaub ich, in wirklichkeit nicht von menschen, sondern von einer subversiven fusselgang regiert. nach nur einer woche sieht das bad aus, als hätte man überall teppich verlegt (ich weiss, mom, was verwenden, wo der staub dran hängen bleibt - aber doch nicht jeden zweiten tag!) dabei ist die wüste hier eigentlich ein gutes stück weit entfernt. wahrscheinlich fällt der ganze staub von der nordhalbkugel gen süden und wir sind die gearschten... apropos fallen, ich glaube das einzige, was tatsächlich überall auf der welt genormt ist, ist die schwerkraft. wenn sie auf der südhalbkugel nicht doch ne ecke doller is (was ich hier schon gläser... ach lassen wir das).

der einzige, der meiner meinung nach das recht hat, auf weltweite normung zu pfeiffen, ist die natur - und das tut sie zum glück auch, wo sie nur kann! australische bäume zum beispiel verlieren im herbst nicht, wie sich das nach europäischer manier gehört, ihre blätter, sondern ihre rinde und sind damit in ästhetischer dramatik den europäischen bäumen weit überlegen sind, weil sie nämlich ein schlachtfeld hinterlassen, das aussieht wie nach einem üblen sturm im kaliber von katrina.


schwäne sind hier scharz und nicht weiss und machen sehr sehr drollige geräusche


mit einbruch der dunkelheit trifft man auf den strassen mehr känguruhs als menschen (was laut aussage einheimischer ziemlich speziell sein dürfte für canberra, aber durchaus sinn macht, wenn man bedenkt dass australien von 20 mio menschen und 40 mio (!) känguruhs bewohnt wird)

ein weiteres phänomen, das eher gesellschaftlicher natur aber nicht minder verwirrend ist und mich nachhaltig beschäftigt: die australier sind die absoluten oberzocker. wir sind neulich aus lauter verzweiflung kurzfristig in einen footballclub eingetreten (2 dollar eintrittsgebühr, 1 freibier inklusive), nur um samstag abend noch an ein bier zu kommen. jedenfalls war die bar nur ein bruchteil des clubs, der sich in wahrheit als riesen spielhölle entpuppt hat mit bestimmt 80 schrillfiependen und psychedelisch daherblinkenden automaten, an welchen OMA´s & OPA´s lethargisch ihre rente verzocken. um wenigstens noch ein bisschen den schein eines SPORTclubs (naja, hochleistungszocken kann ja auch schweisstreibend sein) zu wahren, hingen an jeder wand mindestens 2 bildschirme, die footballspiele übertragen haben. ich glaub, die spielautomaten haben mehr aufmerksamkeit bekommen... ich hab auch ne theorie, weshalb vor allem ältere menschen so auf diese dinger abfahren - als normalo-sehend-und-hörender wird man vor diesen flimmerkisten in nullkommanixx total gaga, kriegt nen epileptischen anfall und läuft danach mit rollenden augen und lustigen comic-blinkern durchs leben, während die getrübte wahrnehmung eines rentners dadurch vielleicht nen bissi pepp gewinnt...

ein weiterer widerspruch ist die australische bedingungslose leidenschaft für sport (das australische football kennt keine schutzkleidung, hier will man BLUT sehn! wie paradox, das macht die helmpflicht beim fahrradfahren direkt noch lachhafter) und die neueste schlagzeile "australia´s future fat bomb", die berichtet, dass australien zur fettesten nation der welt gekürt wurde!! wenn man sich auf den strassen umsieht, zweifelt man da keine sekunde dran... traurig nur, dass das hauptsächlich für die weibliche bevölkerung zutrifft - australia is an absofuckinglutely wuchtbrummen-nation!

zudem ist australien ein wirklich grosses land mit wirklich wenigen (aber fettleibigen, das braucht natürlich platz) einwohnern – dennoch haben sich die paar hansel hier entschieden, das land in acht staaten und territorien zu zerpflücken, die sich alle ihre eigenen regeln und verbote gönnen. und deren kreativität in bezug auf bürokratische loops im allgemeinen und speziell zwischen den staaten ist unschlagbar (ich dachte immer, die ehre wäre den deutschen vorbehalten). das wird am allerdeutlichsten, wenn man sich ein auto kaufen will, das in einem anderen staat steht (das territory um canberra ist leider verflixt klein eigenwillig - ungefähr so wie gallien, nur dass es hier weder zaubertrank noch wildschweine gibt. jedenfalls landet man somit eigentlich IMMER in einem anderen staat, wenn das auto nicht direkt in canberra steht). überhaupt ist das besonders nichsodolle an canberra, dass es eine verdammt unterentwickelte hauptstadt und der grösste arbeitgeber die regierung ist, welche leider nur australier einstellen will oder darf. was für mich persönlich noch nicht mal so schlimm wäre, vor allem nachdem ich gelesen und gesehen hab, was die aussies hier für einen dekadenten dresscode pflegen (sowas würd ich noch nicht mal ins theater anziehn!!) aber diese ganzen lustigen work-and-travel-jobs gibt es verflixt nochmal auch nicht hier, weil nämlich der gemeine work-and-traveller auf canberra überhaupt keinen bock hat und in der regel sogar einen grossen bogen darum macht.

so, jetzt bin ich wohl ein bisschen sehr weit vom thema abgekommen – zeit für nen break, ich geh mal eben downtown auffe kacke haun.

drum ist jetzt erstmal schluss für heut – doch heute ist nicht aller tage
ich schreib wieder, keine frage!

so long and cheers